| Salzburg, Galerie Welz: Werke von Martin Praska Fast die ganze Wahrheit Er ist im Künstlerprogramm der Salzburger Galerie Welz ein Neuzugang und warum dieser doch eher seltene Vorgang eingetreten ist, lässt sich in einer kleinen Schau mit Bleistiftzeichnungen und Ölbildern nachvollziehen: Martin Praska, 1963 geboren, ist mit Sicherheit einer der auffälligsten und spannendsten Maler der Gegenwart. Die Gruppe, mit der er zuweilen im Kunstbetrieb den Spaß-&-Ironie-Hammer schwingt, nennt sich "Die halbe Wahrheit". Denn mehr, sagt Martin Praska, kommt nie heraus. Das ist wie ein Programm für seine Ölbilder und fantastischen Zeichnungen. Frauen, oft konterkariert von Hasen oder Hunden, sind seine bevorzugten Motive. Ob im Pop-Umfeld assemblierte Pin-Ups oder als aufreizend asexuelle Porzellan-Püppchen: Entrückt surreale Szenen voll Trivialität, die in ihrer vermeintlichen Banalität mehr Erkenntnisse über die Oberflächen des Alltags preisgeben als jeder andere Zugang. Die höchstens scheinheile Welt unterläuft und bricht Martin Praska, indem er souverän ihre Mittel kolonialisiert. Sozusagen fast die ganze Wahrheit. Hans Langwallner Bei Welz: Martin Praska (*1963) "Wie Georg eine Frau kennenlernte", 2007, von Martin Praska Fotos: Privat, Galerie Welz |
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